Kurzer Zwischenbericht zur Recherche

Als wir uns Mitte/Ende August zusammengesetzt haben, um zu überlegen, was eine gemeinsame Recherche zum Thema haben könnte, sah die Welt noch anders aus: Die erste Welle war vorbei und das Leben begann sich wieder etwas zu normalisieren. Wir hatten wieder vereinzelt Auftritte und auch Anfragen für die Weihnachtszeit. Die Grundstimmung war ein vorsichtiger, noch etwas banger Optimismus. Jetzt ist die Situation eine andere. … !

Die zweite Welle, der noch längere Lockdown, dessen Ende noch nicht abzusehen ist, Virusmutationen, schleppende Impfung: Sowohl wirtschaftlich als auch mental ist die Stimmung im Keller und die Lage ungewisser denn je. Das betrifft sowohl uns, als auch insbesondere unsere Zielgruppe, junge Menschen zwischen 18 und 30 Jahren: Schulen und Unis geschlossen, strenge Kontaktbeschränkungen, nächtliche Ausgangssperre – keine Möglichkeit, sich in Gruppen zu treffen, keine Kultur, keine Freiräume. Die Angst, abgehängt zu werden und den Anschluss zu verpassen. Die Angst vor Einsamkeit und zunehmend auch vor dem Virus.

So gewinnt unsere Recherche zum einen eine neue Brisanz, zum anderen hat der erneute Lockdown auch unsere Arbeit verändert: Auch wir kommunizieren nur per zoom, sowohl untereinender, als auch mit Gesprächs – und Interview Partnern. Wir werden später als geplant mit der Auswertung unserer Ergebnisse beginnen können – und auch über eine künstlerische Auseinandersetzung mit den Ergebnissen werden wir uns neue Gedanken machen müssen. Aber alles in allem ist die Arbeit spannend, aufregend und am Puls der Zeit – und die vielen Reaktionen der Jugendlichen die sich bei unserer Onlineumfrage beteiligt und bei uns gemeldet haben, sich freuen mitzuwirken und gehört werden wollen. Dies alles zeigt uns, dass Unsere Entscheidung für dieses  Thema wichtig war und ist!

Foto: engin akyurt on Unsplash